Petition zur Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen Petent: Pflegeinitiative Deutschland e.V. c/o Stefan Krastel, Münsterstraße 23a, 77694 Kehl
Petitionsnummer: Pet 2-17-15-8291-024266
Wir fordern die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen (SGB XI), damit Pflegebedürftige den sie pflegenden Familien, Freunden und Bekannten ein Grundeinkommen sichern können.
In Deutschland wird zwischen Pflegesachleistungen und Pflegegeld unterschieden. Pflegesachleistungen sind Leistungen für professionelle Leistungserbringer oder stationäre Einrichtungen, Pflegegeld erhalten Pflegebedürftige, die zu Hause von ihrer Familie, Freunden und Bekannten gepflegt werden. Das Pflegegeld ist um mehr als die Hälfte geringer als die Pflegesachleistungen. Als Folge werden hierzulande wesentlich mehr Pflegebedürftige in Heimen versorgt, als in anderen westlichen Industrienationen, in denen es diesen Unterschied nicht gibt (bspw. Österreich).
Entscheidet man sich bei geringen finanziellen Ressourcen für die häusliche Pflege oder erstreckt sie sich über einen längeren Zeitraum, bleibt für die pflegende Person nur Hartz-IV auf unbestimmte Zeit. Bei Einführung der Hartz-IV-Gesetze wurden pflegende Angehörige nicht berücksichtigt. “Fördern und fordern” funktioniert nicht, wenn man einen Menschen pflegt.
Die Vorteile einer Angleichung:
• Wahlmöglichkeit über die Form der Versorgung
• Umsetzung der UN-Konvention über die “Rechte von Menschen mit Behinderung” (Inklusion) und des Grundgesetzes, besonders Art. 6: “Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz der staatlichen Ordnung”
• ordnungspolitisch einfach umsetzbar
• immense Entbürokratisierung der Pflege
• weniger Heimunterbringungen und Umsetzung des Grundsatzes “ambulant vor stationär”
• enorme Reduzierung des Armutsrisikos für pflegende Angehörige
• enorme Einsparungen im Gesamthaushalt unseres Landes
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Nach Einreichung unserer Petition, am 27.06.2011, erhielten wir folgende Antwort vom Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages:
Wir waren zugegebenermaßen überrascht und enttäuscht über diese Antwort, da uns dadurch die Möglichkeit genommen wird die Internetplattform des Petitionsausschusses zum Sammeln von Unterzeichnungen zu nutzen.
Leider wurden uns weder der genaue Inhalt noch der Petent der Petition genannt, an die unsere “angehängt” werden soll, da es sich dabei um eine nicht öffentliche Petition (!) handelt. Erst nach mehrmaligem Nachfragen wurde der Inhalt vorgelesen.
Diese Petition verlangt ebenfalls die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen, allerdings nur “in berechtigten Einzelfällen”. Wir finden, dass das eher das Gegenteil ist von dem, was wir wollen. Wir werden in der nächsten Vorstandssitzung Ende August über unser weiteres Vorgehen beratschlagen.
Hier unser Petitionsformular zum Ausdrucken:
Einfach unterzeichnen lassen und abschicken an:
Pflegeinitiative Deutschland
Münsterstraße 23a
77694 Kehl

Hallo lieber Stefan!
Meine Unterschrift!
Pflegende Angehörige sollten nicht in das Hartz IV – Raster gehören, da sie mit dieser schweren Arbeit eine sehr große gesellschaftliche Rolle spielen. Die finanziellen Entlastungen für die Pflegekassen ist nicht zu unterschätzen. Jedem pflegenden Angehörigen stehen meiner Meinung nach alle Rechte und Freiheiten zu, welche durch Hartz IV und den Bezug von ALG II nicht gegeben sind und die Handlungsfähigkeiten der pflegenden Angehörigen sehr stark eingrenzt. Eine entsprechende Vergütung und Anerkennung durch die Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistung und Durchsetzung aller Rechte für pflegende Angehörige ist schnellstens geboten und das nicht nur in so genannten „berechtigten Einzelfällen“ .
Meine Mutter ist 92 Jahre. Sie ist fast blind, fast taub, sehr schwach und jede Bewegung fällt ihr schwer. Der Grad der Behinderung steht zu je 100 %. Sie bedarf ständiger Hilfe, Begleitung und Aufsicht. Sie liegt im Bett und braucht täglich meine Aufmerksamkeit, 365 Tage im Jahr.
Da brauche ich nicht dazu noch „Gängelei“!!!
Da brauche ich Anerkennung!!!
Mit freundlichen Grüßen an Dich, Deine Muttle und
allen Mitwirkenden.
Glück bei „Wege 2012“!
Das wünscht:
Roland Brußmann und Muttle aus Zwickau
Ich unterstütze die Petition vollauf.Stefans Probleme sind mit meinen deckungsgleich,habe ihm eine Kopie meiner Petition an den sächsischen Landtag zur allgemeinen und speziellen Situation geschickt,hat zwar in der Sache geholfen,löst aber die Probleme nicht. Würde gern mithelfen,etwas zum Thema Pflege zu ändern
Ich schließe mich mit meiner Unterschrift der Petition an.
Glück auf Eurem Weg!
Wünscht mit Ihrer Unterschrift:
Frau Ursula Tschikoff
[2.9.2011]
Bundesgesundheitsminister Rösler hatte 2011 zum “politischen Pflegejahr” erklärt. Nachfolger Daniel Bahr mahnt zur Ruhe: Es sei ja noch genügend Geld vorhanden. Er werde im Sommer 2011 Eckpunkte für die Pflegereform vorlegen – und der Sommer sei erst am 23. September zu Ende.
Heute ist der 6. Sept. 2011.
Jeder weiß, dass bestimmt nicht der Meteorologische Herbstanfang gemeint ist. Aber der Kalendarische ist auch nicht mehr fern.
Roland und Muttle aus Zwickau
Betreuer / Pflegender Angehöriger
Kleines Video vom Aktionstag ” Pflege braucht Pflege” in Dresden vom 13.10.2011
Link: http://www.youtube.com/watch?v=RbTL0PXgV5A
gefilmt für alle Pflegenden
von Roland aus Zwickau
Hier ist eine Aussage vom Deutschen Pflegerat zum „Pflegereförmchen“ Herbst 2011.
Aussage:
Der Präsident des Deutschen Pflegerats, Andreas Westerfellhaus, sieht durch die anstehende Pflegereform kaum Verbesserungen für die Pflegekräfte. “Die Reform allein macht den Pflegeberuf nicht attraktiver. Für das Pflegepersonal erkenne ich bis auf die Ausbildungsinitiative keine Verbesserung”, sagte Westerfellhaus den Zeitungen der “Westdeutschen Allgemeinen Zeitung” (Donnerstagausgaben). Wenn man die Pflegeleistungen flexibilisiere, hieße das nicht automatisch, dass die Arbeit leichter werde. “So werden wir den gigantischen Fachkräftemangel, der sich täglich verschlimmert, nicht beheben können”, sagte Westerfellhaus. “Doch ohne mehr Personal können wir die geplanten zusätzlichen Leistungen gar nicht an den Menschen bringen – selbst wenn sie finanzierbar wären.” Schon heute fehlen nach Westerfellhaus` Worten 150.000 Pflegekräfte, 2020 könnten es 300.000 sein. “Das Personal ist bis an die Grenze belastet und kann nicht mehr.”
Meine Aussage dazu:
Nun wundere ich mich, warum man nicht so Schlau ist und die Petition der “PID” annimmt, um dem Fachkräftemangel wirtschaftlich vorzubeugen?!
Da wir Pflegenden Angehörigen doch sowieso der größte Pflegedienst der Nation sind, wäre eine Umsetzung der Petition auch am sinnvollsten.
Die Politiker sollten sich das Eine vor Augen führen:
„Wir sind schon Fachkräfte und können uns auch weiter Bilden.“
Gruß von Roland aus Zwickau
Pflegender Angehöriger und PID
Habe im Herbst 09 die Ausbildung zum Altenpfleger begonnen, nun im Februar 2012 bin ich im dritten Lehrjahr und arbeite (te) auf der Dementenstation. Ich finde es als eine ganz große Schande, das es die Regierung nicht auf die Reihe bringt, das Sorgenkind Pflege aus dem Feuer zu ziehen. Fakt ist, das man tägl. die Durchführung von Leistungen abzeichnen muss, welche man im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen nicht oder unvollständig abzeichnet. Auch was die ärztliche Betreuung angeht, zeigt sich, wie asozial die BRD mittlerweile geworden ist. Den Kranken und von Hilfe abhängigen wird das Recht auf adäquate Hilfe verweigert. Ich bewundere die Stärke derer, die Jahr für Jahr in der Pflege tätig sind und auf dessen Schultern die Faulheit oder Ignoranz der Politiker ruht. Ich selbst bin ausgebrannt und vor erst krank geschrieben. Ich kann nur sagen: Leute wehrt euch! Es wird sich nichts ändern, so lange ihr Gewehr bei Fuß steht und euch nicht wehrt.
Habe im Herbst 09 die Ausbildung zum Altenpfleger begonnen, nun im Februar 2012 bin ich im dritten Lehrjahr und arbeite (te) auf der Dementenstation. Ich finde es als eine ganz große Schande, das es die Regierung nicht auf die Reihe bringt, das Sorgenkind Pflege aus dem Feuer zu ziehen. Fakt ist, das man tägl. die Durchführung von Leistungen abzeichnen muss, welche man im zur Verfügung stehenden Zeitrahmen nicht oder unvollständig ausführt. Auch was die ärztliche Betreuung im Pflegeheim angeht, zeigt sich, wie asozial die BRD mittlerweile geworden ist. Den Kranken und von Hilfe abhängigen wird das Recht auf adäquate Hilfe verweigert. Ich bewundere die Stärke derer, die Jahr für Jahr in der Pflege tätig sind und auf dessen Schultern die Faulheit oder Ignoranz der Politiker ruht. Ich selbst bin ausgebrannt und vor erst krank geschrieben. Ich kann nur sagen: Leute wehrt euch! Es wird sich nichts ändern, so lange ihr Gewehr bei Fuß steht und euch nicht wehrt. Meine Frage gilt dem MDK, der Heimaufsicht, der Regierung: Wie lange meint ihr, funktioniert das Wegschauen und eure Verzögerungstaktik? Das Problem wird grösser, umso länger ihr mit der Aufarbeitung wartet. Ich gehe aber davon aus, dass von seiten der Regierung überhaupt kein Interesse besteht, was zu ändern, ihr Motto: “Nach uns die Sintflut”
Mit Deinem letzten Satz hast Du vollkommen Recht. Die Politiker wissen von Allem. Auch von unserer Seite her. Sie strafen mit Ignoranz. Sie hören uns, sie sehen uns, sie reden mit uns. Sie sind trotzdem wie die 3 Affen. Nichts gehört, nichts gesehen und nichts gesagt. Das Wesentliche
verschwindet hinter irgendeiner „Wolke“. Es ist wirklich eine Schande für unser Land. Die Straße wäre eine echte Alternative, wenn wir nur genug wären die mitgehen. Wir können jede Hilfe gebrauchen.
Roland Brußmann (Mitglied PID e.V.)