Gästebuch

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15 thoughts on “Gästebuch

  1. Ich habe Mutter(18Jahre lang), Vater z. T. gleichzeitig 10 Jahre gepflegt.
    Beide wurden trotz schwerster Krankheit 85 Jahre alt.
    Ohne Bruder und Sozialstation wäre das nicht zu bewältigen gewesen.
    Vom „Staat“ kam nichts.
    Wir stehen vor einer „Wahl“, die vielleicht kleine Hoffnungen macht.
    Zur Wahl bei der SPD stehen Personen, die maßgeblich Verantwortung
    für die „Agenda“ tragen; aber nie auch nur ein Wort über Menschen die
    pflegebedürftig bzw. über Menschen, die gepflegt haben verloren haben.
    Ich habe Schröder gewählt.
    Meine Erfahrung ist, dass man in diesem Gemeinwesen eigentlich sehr
    auf sich selbst gestellt ist, und dass Pflege, und vor allem die Pflegenden
    marginalisiert werden.
    P.S. Ich glaube nicht, dass es richtig ist,sich für ein Ansprechen dieses Problems
    zu entschuldigen; (Demographie).

  2. Hier geht es deswegen nicht weiter, weil ALLE die zu Hause pflegen
    (und nicht auf dem Niveau der Frau von der Leyen aus dem Vollen schöpfen können)
    die Kraft fehlt gegen Windmühlen zu kämpfen !

    Wir sollten eigentlich jeden Tag zusammen mit unseren Pflegebedürftigen im Regierungsviertel kampieren bis sie uns raustragen – ich glaube das es ohne öffentlichkeitswirksame Maßnahmen nie weitergeht ….

  3. Ich hoffe, dass viele Menschen diese Petition unterschreiben.

    Vielleicht sollten wir alle gemeinsam, am selben Tag die „Verhinderungspflege“ beantragen.
    Bei über 1,6 Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland, dürfte das zu Schwierigkeiten und somit auch zu Aufmerksamkeit führen.

    • Ich finde das eine sehr gute Idee. Meine Mutter (Pflegestufe 2, Demenz, sehbehindert) und ich wären dabei. Man müßte mal ernsthaft darüber nachdenken.

  4. Guten Tag,
    bitte schließen Sie sich der bundesweiten Bürgerinitiative http://www.rosenblaetter-im-irrgarten.de an. Frau Kleischmantat aus Leipzig, als Organisatorin und wir zahlreichen Mitstreiter freuen uns auf Sie. Aus bislang 50.000 plus x Zeichnern können bis zum 15.01.2013 sicherlich 100.000 werden. Gemeinsam geht alles besser.

    Mit freundlichen Grüßen aus Münster
    Christa Bredol

  5. Hallo Frau Bredol,

    ist schon passiert. Die für mich eigentlich spannende Frage ist, wie der Petitionsausschuss nun weiter mit der Petition von Frau Kleischmantat verfahren wird. Wir, also PID e.V., haben ja bereits unsere Erfahrungen mit ihm gemacht…..

    Schöne Grüße

    Stefan Krastel

  6. Warum sind wir keine skrubellosen Bänker,
    dann wäre uns die Hilfe der Regierung sicher,
    aber nein, wir sind „leider“ mitfühlende und verantwortungsbewußte Menschen, Kinder, Eltern, Verwande und Freunde, die sich kümmern und unsere Geliebten, zu Hause pflegen, dafür muß man uns doch bestrafen.

  7. Ich wünsche mir sehnlich, daß wir, die privat zu Hause Pflegenden von Angehörigen endlich von der Gesellschaft ernst genommen werden, denn wir sind nun mal die größte Pflegeinitiative in Deutschland, vertreten durch >PID<e.V., für hauptsächlich Pflegestufe III, die dem Staat und den Pflegekassen VIEL Geld ersparen, endlich ordentlich anerkannt werden und die Pflegeleistung der Pflegekassen für uns an die Pflegesachleistungen für die Pflegedienste und Pflegeheime angeglichen werden !

    Michael Grauert

  8. Auch ich fordere in meinem Buch: Pflege im Schweinsgalopp eine Gleichstellung von Pflegegeld und Pflegesachleistungen, zu lesen auf Seite 232 und 233.
    Es wird höchste Zeit für eine Gleichstellung, der § 15 SGB XI ist sehr widersprüchlich in meinen Augen. Professionelle Pflegedienste pflegen im Minutentakt , kassieren das Doppelte und pflegende Angehörige oft rund um die Uhr für weniger als die Hälfte! Die Voraussetzungen zur Anerkennung einer Pflegestufe und die tatsächlich geleistete Arbeit , Hilfe eines Pflegedienstes in Minuten widersprechen sich!!!
    Außerdem werden bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und Grundpflege der Pflegebedürftigen meist Pflegehilfskräfte und keine Pflegefachkräfte eingesetzt,oft für den Mindestlohn! Wir sollten dies auch den Politikern auf ihre facebook Seiten posten! Wenn das Pflegegeld genauso hoch wäre, wie die Pflegesachleistungen, würden bestimmt viele Angehörige vorübergehend pflegen, somit bräuchten wir viel weniger Pflegehilfskräfte, in den stationären und ambulanten Einrichtungen. Auch würden Arbeitsplätze geschaffen, wenn pflegende Angehörige sich vorübergehend um die Pflege kümmern würden, wenn sie denn auch eine finanzielle Gleichstellung erfahren würden!
    Ich kenne keinen professionellen Pflegedienst, der einen Pflegebedürftigen zum Beispiel mit der Pflegestufe II mit einem durchschnittlichen Zeitaufwand drei Stunden pflegt, wobei mindestens zwei Stunden am Tag auf die Grundpflege entfallen…….Herzliche Grüße, eure Annette Rehwald
    http://www.pflege-im-schweinsgalopp

  9. Sehr geehrter Herr Krastel, sehr geehrte Damen und Herren!

    Am 11. März 2013 findet die Anhörung der bundesweit aktiven Bürgerinitative „rosenblaetter-im-irrgarten.de“, Inititatorin, Fr. Kleischmantat, in Berlin statt. „Alles kalter Kaffee, „eine Petition jagt die andere“, sagen die einen und krititisieren die Inflation der Unterschriftenaktionen insgesamt.

    Ich sehe das nach anfänglicher Skepsis für diesen Fall inzwischen anders. Ca. 100.000 Unterschriften wurden uns nicht nur geschenkt, sondern erforderten vielfach ausführlicher Gespräche und Aufklärung.

    Als Sozialdienst (bis 2011) in einem Pflegeheim, aber auch als bis vor wenigen Jahren selbst Betroffene, sind mir die Nöte pflegender Angehöriger seit Jahrzehnten sehr vertraut.

    Uns geht es natürlich auch um die Angehörigen, denen nach wie vor eine Lobby fehlt. Frau Kleischmantat betreut, nachdem sie ihre Arbeitsstelle in einem Pflegeheim verlor, selbst ihre an Demenz erkrankte Mutter. Auch andere Aktive für dieses Bürgerbegehren wissen sehr genau, dass es um viel mehr gehen muss, als um „kleine Beruhigungspillen“. Es geht uns um eine grundsätzliche Bestandsaufnahme und der daraus resultierenden Konsequenzen.

    Das ZDF, der MDR, Lokalzeitungen usw. informieren inzwischen über die „Rosenblätter“. Auch Sie sind nochmals herzlich eingeladen. Die Rede Frau Kleischmantats im Bundestag am 11. März wird über das Parlamentsfernsehen übertragen. Genauere Informationen folgen.

    Herzlichen Dank für Ihre bisherige Unterstützung! Nur gemeinsam kommen wir weiter.

    Mit freundlichen Grüßen
    Christa Bredol aus der schönen Stadt Münster

  10. Leider „schläft“ das Gästebuch seit einem dreiviertel Jahr. Warum? Weil alle pflegende Angehörige M Ü D E sind. Ich auch! Nach 15 Jahren pflege fällt mir nichts mehr ein…..habe viele ermutigt, diesen oder jenen Weg zu gehen……nun fällt mir vor der Bundestagswahl nur noch die web-seite von ABGEORDNETE-WATCH die Frage: „Erklären Sie mir bitte, weshalb Heim oder ambulante Pflegedienst für Pflege im Minutentakt das doppelte in Euros bekommen und wir, die wir 24 Stunden im Einsatz sind nur Cent-Brosamen?“
    Den Text kann man kopieren und allen Politikern aller Parteien stellen. Mit dieser Frage „bombadiert“ müssen/werden die ach so wichtigen Volksvertreter ÖFFENTLICH anworten. M.f.G. Margrit R.

  11. Ich kämpfe für einen Tagespflegeplatz für meinen Mann und würde mich über Unterstützung freuen, denn die benötigen wir dringend.

    Ablehnung durch die vierte Tagespflegeeinrichtung in Tübingen..

    Nun hat auch die vierte Tagespflegeeinrichtung in Tübingen seine Versorgung abgelehnt.
    Seine Versorgung in der Tagespflege haben abgelehnt:
    Bürgerheim Tübingen,
    KBF Tübingen,
    Seniorentreff im Schönblick, Tübingen
    Luise-Poloni-Heim, Tübingen.

    Die Begründung lautet immer, dass er mehr als dreimal täglich zur Toilette muss, nicht genügend Personal vorhanden ist, nicht genügend Toiletten vorhanden sind usw.
    Mehr als drei Toilettengänge am Tag sind nicht erlaubt und nicht akzeptabel.
    Die Leiterin einer Einrichtung hat mir vorgeschlagen, ihn zu sedieren damit er nicht mehr so häufig zur Toilette muss. Zu diesem Vorschlag muss ich wohl nichts mehr sagen – da ist alles gesagt.
    Da ist auch gesagt unter welchen Umständen und Bedingungen Menschen in manchen teilstationären Einrichtungen leben.

    Das Bürgerheim Tübingen hat einen erneuten Probetag vorgeschlagen – diesen werden wir wahrnehmen.
    Ob er wohl dieses mal aufgenommen wird? Ich bin gespannt.

    Er war immer ein kommunikativer Mensch und war immer viel mit anderen Menschen, auch durch seinen Beruf bedingt, zusammen.
    Noch heute ist er kommunikativ, unterhält sich gerne und möchte gerne mit anderen Menschen zusammen sein und nicht immer alleine nur zu Hause.
    Die Ablehnung der Tagespflegestätten nehmen ihm einen wichtigen Teil seines Lebens: die ganz normalen Teilhabe am Leben, nämlich sich mit anderen Menschen auszutauschen, nicht einsam zu sein, nicht alleine zu sein.

    Er hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Versorgung durch eine teilstationäre Tagespflege.
    Diesen Anspruch können wir nicht wahrnehmen, da es offensichtlich keine Einrichtung
    gibt, die einen Menschen mit einer hypoxischen Hirnschädigung aufnimmt, diesen versorgen und pflegen will.

    Die Pflegekasse ist die Behörde, die den Einrichtungen die Genehmigungen zur Betreibung einer teilstationären Tagespflege erteilt.
    Mit den teilstationären Einrichtungen hat die Pflegekasse Versorgungsverträge abgeschlossen, die die Sicherstellung einer Tagespflege nach den gesetzlichen Vorgaben garantieren sollen.

    Im Rahmenvertrag zwischen den Pflegekassen und den Tagespflege-Einrichtungen in Baden Württemberg ist keine Pflegestufe, keine Krankheit von dem gesetzlichen Recht auf Tagespflege ausgeschlossen, wie ich lesen konnte.

    Auch der Gesetzgeber sieht keinen Ausschluss von Krankheiten oder Pflegestufen vor.

    Weshalb ist es den Tagespflegestätten, die von Geldern der Pflegekassen, Geldern der Patienten und von Steuergeldern finanziert werden möglich, Patienten mir einer erworbenen Hirnschädigung zu diskriminieren und an der gesetzlich zugesicherten Teilhabe am Leben auszuschließen?

  12. Viele sagen: Das Gegenteil von „gut“ ist „gut gemeint“. Bei der so genannten „Pflegeversicherung“ ist das nahezu exemplarisch zu beobachten. Vor zwanzig Jahren einigten sich Politiker verscheidener Parteien auf ein Regelwerk zur Einführung eines Kostenzuschusses zu Pflegekosten – und verkaufen es seitdem als umfassende soziale Wohltat: ein Etikettenschwindel. Gewiss: Es ist viel besser als nichts. Aber im Vergleich zu dem, was Staat und Gesellschaft für andere Lebensbereiche aufbringt, muss man konstatieren: Dieser Bereich ist notorisch unterfinanziert, Betroffene brechen unter der Last der Verantwortung zusammen – es gibt noch sehr viel zu tun!

    Einen Skandal, auf dem ich in diesem Zusammenhang besonders hinweisen möchte ist das Eintreiben von „Investitionskosten“ bei Pflegebedürftigen bzw. ihren Familienangehörigen. Mehrere hundert Euro müssen sie monatlich allein dafür ausgeben – neben den ohnehin schon beträchtlichen Kosten für Pflege, Zimmer usw. Einen direkten Nutzen hat der Pflegebedürftige nicht: Er erwirbt weder Anteile noch Rendite – Ersparnisse eines langen Arbeitslebens werden ohne Gegewert enteignet. Gleichzeitig erzielen Anleger in geschlossenen Immobilienfonds für Pflegeeinrichtungen Traumrendite!
    Mehr dazu unter: http://historix108.wordpress.com/2014/04/15/pflege-in-deutschland-die-schleichende-katastrophe/
    Es wäre wünschenswert, diese Praxis von den höchsten Gerichten Deutschlands prüfen zu lassen. Ich halte es für einen Verstoß gegen Art. 14 des Grundgesetzes (Recht auf Eigentum). Das dies noch nicht geschehen ist, liegt wohl auch daran, dass die Betroffenen dieser finanzielle Umverteilung von Unten nach Oben zu den Wehrlosesten innerhalb unserer Gesellschaft gehören.
    Auch und gerade deshalb: Vielen Dank für Ihren Einsatz!

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