Pflege am Boden! Wir noch nicht!

Soziale Absicherung für Pflegende Angehörige

Soziale Absicherung sollte für pflegende Angehörige während der Pflege am Angehörigen, Freund oder Bekannten mehr Priorität genießen, damit diese nach Beendigung einer Pflege nicht in ein „tiefes soziales Loch“ fallen.

Armut durch Pflege…nach Beendigung der Pflege (Tod v. Ang.), steht bei vielen unserer Mitstreitern und Freunden jetzt auf der Tagesordnung. Das finden wir eine grob fahrlässige Ungerechtigkeit, gezüchtet von Politikern in Deutschland.

Es wird der Tag kommen, an dem der Lobbyeismus für die Pflege der ständig wachsenden Anzahl an Pflegebedürftigen nicht mehr genug Kapazität hat, sprich Pflegekräftemangel und so weiter.

Darum, werte Lobbyisten, Politiker und auch Sozialverbände besinnt Euch, um nun endlich ein besseres Pflegesystem zu erstellen und nicht immer nur als „Pfennigfuchser“ die Katastrophe vor sich her zu schieben.

Pflege am Boden 2014-05-16 14:16:06

Hartz 4 muss weg - Pfl. am Boden 2014-05-16 14:14:47Die Pflege ist am Boden und es wird höchste Zeit!

Die Pflege wäre noch mehr am Boden, wenn es nicht den „BPDN“ gäbe, den „Billigsten Pflegedienst der Nation„, die pflegenden Angehörigen, Freunde und Bekannten.

Ausschlaggebend sollte es sein, dass die Hartz 4–Gesetze für pflegende Angehörige abgeschafft werden, denn diese sind in ihrem Sinn nicht auf diese anwendbar und furchtbar ungerecht.

Im Ansinnen, dass das Pflegegeld in seiner Höhe nur ein Bruchteil der Pflegesachleistung beträgt, fänden wir es für erstrebenswert dieses Pflegegeld auf einen höheren Betrag zu setzen als es jüngst wieder laut Pflegereform 2014 gesetzt werden soll. Für die Arbeit die alleinig pflegende Angehörige leisten ergeben sich bislang nur unzulängliche Beträge zur Abgeltung der hohen körperlichen und physischen Leistungen, welche Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr und rund um die Uhr geleistet wird.

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Angleichung des Pflegegeldes an die Pflegesachleistungen

Jede Unterschrift zählt! * Online: http://www.pflegeinitiative.org/petition/

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Sozial abgesichert heißt, dass pflegende Angehörige Kranken- , Pflege- , Renten- und Arbeitslosenversicherung vom Träger bekommen sollten. Das erleichtert den Einstieg in die Gesellschaft nach der Pflege!

Uns ist aufgefallen, sehr oft wird die Pflege am pflegebedürftigen Menschen mit der Kindererziehung gleichgesetzt und somit auf das falsche Podest gehoben. Jeder der in der Pflege tätig ist weiß, dass es da einen großen Unterschied gibt.

Nein, die Pflege an Behinderten und alten Menschen verlangt viel, viel, viel… mehr von einem ab. Sie ist kraftraubend, zeitintensiv, physisch belastend und man gibt ein Teil seines Selbst und seines Lebens mit viel Nächstenliebe ab. Das geschieht mit hoher Aufmerksamkeit, persönlich großer Liebe und auch von jedem von uns sehr gern getan.

So kann ich es aus meiner Erfahrung nur bestätigen.

Am Ende einer Pflege, als pflegender Angehöriger ringt man dann mit großen Mühen darum von seinen Mitmenschen wieder akzeptiert zu werden und um eine Eingliederung in den Beruf und in die Gesellschaft. Meist wird man statt dessen von einer gesellschaftlich sozialen Kälte begrüßt, obwohl man physisch und kräftemäßig am Boden ist. Man wird weiter hinunter gezogen bis zur drohenden Resignation. Programme zur Eingliederung wären vorteilhaft, gibt es aber nicht.

Liebe Politiker, Landsleute und alle Anderen…

…traut Euch und schaut doch mal hinüber ohne Scham über Eure Grenzen, denn diese lehren oftmals Besseres. Dort gibt es keine solchen Hartz-Gesetze, wie in Deutschland.

Wie macht man es zum Beispiel in Österreich? Dort genießen Menschen, die zu hause pflegen etwa mehr Anerkennung? Macht Euch mal schlau!

Alle sind wir gefordert etwas zu verbessern.

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Wir unterstützen:Daheim statt Heim e.V.: http://www.bi-daheim.de/Armut durch Pflege“:http://www.armutdurchpflege.de/ Umfairteilen: http://umfairteilen.de/

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 Wir, als Vereine arbeiten schon daran.

Fangt doch alle auch mal damit an und werft bornierte Vorurteile über Bord!

Das wäre doch, wenns gelingt, was gutes für unser Deutschland.

Oder nicht?

              Roland G. Brußmann - Beisitz Vorstand 
         Autor Pflegenews - Freund Pflegender Angehöriger