Aktionstag „Pflege braucht Zeit“

Nehmt Euch Zeit und kommt zum Aktionstag 2012 …!!!

Auch in diesem Jahr ruft der Runde Tisch Pflege wieder zu einem Aktionstag auf. Am 18. Oktober (Dresden, 15:30 – 18:00 Uhr) soll unter dem Motto „Pflege braucht Zeit“ ein klares Signal für Veränderungen gesetzt werden.

Eine menschenwürdige Pflege gelingt nur dort, wo pflegende Angehörige bzw. Pflegekräfte in ambulanten und stationären Diensten und Krankenhäusern  ausreichend Zeit haben, um auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen einzugehen.

Es ist nicht länger hinnehmbar, dass in Sachsen in vielen Fällen weniger Zeit für Pflegebedürftige zur Verfügung steht als im übrigen Bundesgebiet.

Link zu allem Organisatorischen: http://www.pflege-braucht-pflege.de/

________________________________________________________________________

Initiative Armut durch Pflege

Verarmung und Armut in der Familie – Pflegende Angehörige kommen zu Wort.

Wir alle kennen Menschen, die pflegen, denn Millionen Bürger in unserer Gesellschaft pflegen eine ihnen nahestehende Person auf eigene Kosten. Doch für Zehntausende führt wohl gemeinte Pflege zu einem Prozess finanzieller Verarmung und sozialer Ausgrenzung. Tausende werden zu Hartz IV Empfängern.

Armut durch Pflege:  http://www.armutdurchpflege.de/

Kontakt: Initiative Armut durch Pflege, c/o Susanne Hallermann, intitative@armutdurchpflege.de, Telefon: 02504 – 6967725

________________________________________________________________________

Hier ein Beitrag von Lothar Schwarz 
(Mitglied der Pflegeinitiative Deutschland e.V.)

Unglaubliche Dinge tun sich in diesem Land. Hier geht es um die Fahrt der Schwerstbehinderten zum Arbeitsplatz und zurück !

Der Weg dorthin beträgt 3,5 km ! Hin und zurück also 7,0 km. Abholung mittags wieder dasselbe. Insgesamt also : 14 km.  Man hat ausgerechnet, dass dies an 165 Tagen im Jahr ausgeführt werden muss. Diese Zahl ist uns zwar rätselhaft. Deshalb wird dagegen vorgegangen, wie an viele andere Entscheidungen der Behörden auch ( und wir haben immer recht bekommen !!!! ). Aber gehen wir von dieser Zahl einmal aus.

Das Deutsche Rote Kreuz hat einen Kostenvoranschlag eingereicht. Daraus ergibt sich:

165 x 73,92 Euro                   = 12.196,80 Euro

Ein Taxiunternehmen würde diesen Betrag verlangen:

165 x 48,00 Euro                   =  5.940,00 Euro

Da das DRK an einem der Arbeitstage nicht fahren kann und die Taxidienste oft nicht pünktlich sind haben wir die Fahrten übernommen. Man berechnet für uns:

165 x 12,32                            =   2.032,80 Euro—( minus ) 508,20 „Eigenbeteilignung“ =

                                            =   1.524,60 Euro

Nun haben wir in Frage gestellt, dass wir weiterhin fahren werden. Was glauben Sie wird nun geschehen ? Wir wollen es Ihnen sagen: Anstatt uns einen fairen Preis zu bezahlen ist man eher bereit, die Kosten für den DRK zu übernehmen !!!!!

Hier wird Vieles ausgesagt, wie es in diesem Land insgesamt zugeht. Was aber die wichtigste Aussage ist: Der einzelne Bürger wird als dumm verkauft.  Ihm wird Misstrauen entgegengebracht, wogegen der „Markt“ bedient wird, um es in der Sprache der Kapitalisten auszusagen !

So erreichen Sie Uns:

Lothar Schwarz

Ettenheimerstraße 9

D-77975 Ringsheim       info@lothar-schwarz.de